Kreistag 2026
Verantwortung für den ganzen Landkreis
Der Kreistag trifft Entscheidungen, die weit über einzelne Gemeinden hinauswirken. Es geht um Schulen, Mobilität, soziale Infrastruktur, Gesundheitsversorgung und eine solide finanzielle Grundlage für den gesamten Landkreis Augsburg.
Als Kreisrätin bringe ich mich dort ein, wo gute Organisation, klare Prioritäten und verlässliche Zusammenarbeit gefragt sind. Mein Anspruch ist es, Entscheidungen mit Augenmaß zu treffen - sachlich fundiert, nachvollziehbar und immer mit Blick auf die Menschen vor Ort.
Seit 2014 im Kreistag - mit Erfahrung und Überblick
Seit 2014 bin ich Mitglied des Kreistags des Landkreises Augsburg. In dieser Zeit habe ich erlebt, wie wichtig eine funktionierende Zusammenarbeit zwischen Landkreis, Städten und Gemeinden ist. Viele Herausforderungen lassen sich nur gemeinsam lösen - mit klaren Zuständigkeiten und gegenseitigem Respekt.
Meine berufliche Erfahrung in der Verwaltung hilft mir dabei, komplexe Zusammenhänge einzuordnen, Abläufe zu verstehen und Entscheidungen realistisch zu bewerten. Gerade im Kreistag braucht es diesen Blick aufs Ganze.
Meine Schwerpunkte im Kreistag
Bildung und Kreisschulen
Der Landkreis ist Sachaufwandsträger für Gymnasien, Realschulen, berufliche Schulen und Förderschulen und trägt damit eine zentrale Verantwortung für die schulische Infrastruktur und Ausstattung. Als stark wachsende Region stehen wir vor der Aufgabe, steigende Schülerzahlen vorausschauend zu bewältigen und gleichzeitig gute Lernbedingungen zu sichern.
Große Investitionen wie der Neubau des Paul-Klee-Gymnasiums in Gersthofen oder die Generalsanierung des Justus-von-Liebig-Gymnasiums in Neusäß zeigen, wie wichtig langfristige Planung ist. Gleichzeitig macht Schulbedarfsplanung deutlich, dass Raumnot an vielen Standorten im Landkreis zunimmt und vorhandene Kapazitäten künftig noch besser genutzt werden müssen.
Mir ist wichtig, dass Planung, Ausstattung, Digitalisierung und Organisation zusammengedacht werden. Mit realistischen Konzepten, klaren Prioritäten und einem Blick auf die gesamte Bildungslandschaft im Landkreis. Bildung ist für mich nicht nur eine Pflichtaufgabe, sondern ein ganz zentraler Standort- und Zukunftsfaktor.
Mobilität und Verkehr
Der Landkreis Augsburg ist geprägt von hoher Mobilität und starken Pendlerströmen. Arbeit, Ausbildung, Einkauf und Freizeit erfordern täglich zuverlässige Verbindungen, innerhalb des Landkreises ebenso wie in Richtung der Stadt Augsburg, und auch darüber hinaus. Gleichzeitig stoßen wichtige Verkehrsachsen wie die B2, B17 und die Anschlussstellen zur A8 bereits heute an ihre Grenzen.
Mobilität muss realistisch betrachtet werden. Der Pkw bleibt für viele Menschen, gerade im ländlichen Raum, unverzichtbar. Gleichzeitig müssen Alternativen gestärkt werden, damit der Verkehr besser verteilt und der Alltag für viele erleichert wird. Das gelingt nicht durch Verbote, sondern durch attraktive Angebote.
Dazu gehören ein leistungsfähiger ÖPNV auf starken Achsen, bessere Verknüpfungen zwischen Bus und Bahn sowie flexible Angebote in der Fläche, die auch bei geringerer Nachfrage Mobilität ermöglichen. Ergänzend braucht es sichere Rad- und Fußwege, barrierefreie Haltestellen udn Angebote, die insbesondere älteren Menschen und Menschen mit Einschränkungen Mobilität sichern.
Um Mobilität im Landkreis zukunftsfähig zu gestalten, braucht es unterschiedliche Bausteine. Flexible Angebote wie On-Demand-Verkehre (z.B. AktiVVo) ergänzen den klassischen Busverkehr insbesondere in der Fläche. Der Ausbau des Schienenverkehrs, etwa durch die Reaktivierung der Staudenbahn und die Weiterentwicklung des regionalen Schienenangebots, stärkt langfristig attraktive Alternativen zum Auto.
Auch die Weiterentwicklung des Verkehrsverbunds, etwa durch den Zusammenschluss von AVV und MVV, kann für mehr Übersicht, einfachere Nutzung und bessere Verknüpfung der Angebote sorgen. Entscheidend ist dabei immer, dass neue Lösungen alltagstauglich sind, finanziell tragfähig bleiben und den Menschen tatsächlich einen Mehrwert bieten.
Mit vorausschauender Planung können Investitionen in Straßen, ÖPNV, Radwege und neue Mobilitätsformen koordiniert, priorisiert und langfristig gedacht werden. Mobilität ist eine zentrale Standortfrage: für Wirtschaft, Arbeitsplätze und Lebensqualität im gesamten Landkreis.
Soziales
Eine gut funktionierende soziale Infrastruktur ist die Grundlage für gesellschaftlichen Zusammenhalt - für Kinder und Jugendliche, für Familien oder alleinstehende Menschen ebenso wie für ältere Bürgerinnen und Bürger. Unterschiedliche Lebenslagen bringen unterschiedliche Bedürfnisse mit sich. Der Landkreis unterstützt bei sozialen Angeboten, auch finanziell, und koordiniert und vernetzt diese, so dass sie Orientierung geben, Unterstützung ermöglichen und Teilhabe für alle Generationen und Lebenslagen sichern.
Als Mitglied im Jugendhilfeausschuss bringe ich mich dort ein, wo es um verlässliche Strukturen für Kinder, Jugendliche und Familien geht - von präventiven Angeboten bis hin zu Unterstützung in schwierigen Lebenslagen. Frühzeitige Hilfe, gute Vernetzung und klare Zuständigkeiten sind dabei entscheidend.
Gleichzeitig steht der Landkreis vor der Aufgabe, den Bedürfnissen einer älter werdenden Bevölkerung gerecht zu werden. Ziel muss es sein, Selbständigkeit und Teilhabe so lange wie möglich zu erhalten. Dazu gehören altersgerecht und barrierearme Wohnformen, wie der Landkreis bespielsweise mit der zentralen Musterwohnung und den zugehörigen Hilfs- und Funktionsmitteln zeigt (und die von allen interessierten Bürgerinnen und Bürger besichtigt werden kann). Auch gut erreichbare Beratungsangebote, soziale Begegnungsmöglichkeiten und Mobilitätsangebote, die auch Menschen mit Einschränkungen einbeziehen, gehören dazu.
Mir ist wichtig, dass soziale Angebote nicht nebeneinanderstehen, sondern sinnvoll aufeinander abgestimmt sind, zwischen Kommunen, Landkreis, Wohlfahrtsverbänden und Ehrenamt. So können Strukturen entstehen, die unterstützen, Orientierung geben und den Menschen ein selbstbestimmtes Leben im vertrauten Umfeld ermöglichen.
Verwaltung und Digitalisierung
Gute politische Entscheidungen brauchen eine Verwaltung, die handlungsfähig ist. Klare Zuständigkeiten, gut abgestimmte Abläufe und qualifiziertes Personal sind die Grundlage dafür, dass Beschlüsse nicht nur gefasst, sondern auch umgesetzt werden können.
Der Ausschuss für Personal und Organisation des Kreistags, dem ich angehöre, befasst sich mit Fragen der Personalentwicklung und -ausstattung, der Verwaltungsstruktur und der IT sowie der Arbeitsorganisation im Landratsamt. Dabei geht es nicht um abstrakte Reformen, sondern um praktikable Lösungen im Arbeitsalltag und Verbesserungen im Service für die Bürgerinnen und Bürger.
Digitalisierung ist für mich kein Selbstzweck, sondern Werkzeug. Dort, wo sie Prozesse vereinfacht, Transparenz schafft und Zeit spart, sollte sie konsequent genutzt werden. So erfolgt die Bearbeitung komplexer Fälle in der wirtschaftlichen Jugendhilfe im Landratsamt inzwischen mit Hilfe einer KI, um Dokumente zu analysieren und Empfehlungen zu erstellen, wobei die Entscheidungsverantwortung am Ende beim Sachbearbeiter bleibt. Dadurch können Bearbeitungszeiten verkürzt werden, die Antragsteller erhalten schneller Entscheidungen und die Sachbearbeiter werden von Routinearbeiten entlastet.
Wo persönliche Ansprechbarkeit aber wichtiger ist, muss diese auch erhalten bleiben. Ziel ist eine Verwaltung, die effizient arbeiten kann, aber trotzdem verständlich bleibt und verlässlich unterstützt.
Solide Finanzen - klare Prioritäten
Der Landkreis Augsburg steht finanziell vor herausfordernden Jahren. Steigende Ausgaben, wachsende Pflichtaufgaben und gleichzeitig begrenzte Einnahmespielräume prägen die aktuelle Haushaltslage. Mit der jüngsten Einbringung des Haushaltsentwurfs im Kreistag ist deutlich geworden, wie wichtig klare Prioritätensetzung und ein verantwortungsvoller Umgang mit den öffentlichen Mitteln sind.
Solide Finanzpolitik bedeutet für mich, nicht nur den laufenden Haushalt im Blick zu haben, sondern auch die Auswirkungen heutiger Entscheidungen auf die kommenden Jahre mitzudenken. Investitionen in Schulen, Straßen, soziale Infrastruktur und Digitalisierung sind notwendig. Und sie müssen so geplant werden, dass sie langfristig tragfähig sind und den Landkreis nicht dauerhaft finanziell überfordern.
Gerade in Zeiten knapper Kassen erwarten die Menschen zu Recht, dass sorgsam gewirtschaftet wird. Konkret heißt das, Projekte realistisch zu priorisieren, Abläufe effizienter zu gestalten und dort zu investieren, wo langfristig Kosten gesenkt werden können (etwa durch moderne Schulgebäude, gut geplante Infrastruktur oder digitale Verwaltungsprozesse, die Zeit und Geld sparen). Gleichzeitig müssen die laufenden Ausgaben regelmäßig überprüft und Strukturen weiterentwickelt werden, ohne die Qualität wichtiger Angebote zu gefährden.
Als Mitglied im Arbeitskreis Haushalt und Finanzen bringe ich mich insbesondere bei den Haushaltsaufstellungen ein. Dort geht es darum, Ausgaben kritisch zu hinterfragen und Entscheidungen transparent abzuwägen. Ziel ist es, finanzielle Spielräume zu erhalten und den Landkreis auch in schwierigen Zeiten handlungsfähig aufzustellen.
Für die kommenden Jahre sehe ich Lösungsansätze vor allem in einer vorausschauenden Investitionspölanung, einer engen Abstimmung zwischen Landkreis und Kommunen sowie in organisatorischen Verbesserungen, die dauerhaft entlasten. Haushaltsdisziplin und Gestaltungswille gehören zusammen und sind die Grundlage dafür, dass der Landkreis Augsburg auch künftig zuverlässig arbeiten und notwendige Entwicklungen gestalten kann. .





